DOE erlaubt PJM ab 13. Oktober den Einsatz von Rechenzentrums-Notstromaggregaten

Das US-Energieministerium hat am 12. Oktober eine Notfallanordnung unterzeichnet, die es dem Netzbetreiber PJM Interconnection erlaubt, vom 13. bis 16. Oktober Notstromaggregate in Rechenzentren und bei anderen Großverbrauchern abzurufen. Die Anordnung Nr. 202-26-50, erlassen von Energieminister Chris Wright nach Abschnitt 202(c) des Federal Power Act, beantwortet einen Antrag, den PJM am Vortag gestellt hatte. Die Notstromanlagen dürfen als letztes Mittel eingesetzt werden, bevor PJM die Stufe Energy Emergency Alert Level 3 ausruft, auf der gesicherte Last abgeschaltet wird, oder während einer solchen Stufe.

Eine Herbstknappheit, keine Hitzewelle

Die Zahlen in der Anordnung stammen aus dem Antrag von PJM. Der Netzbetreiber erwartete für den 13. Oktober eine Nachfrage von rund 111.500 MW oder mehr und für den 14. Oktober einen Abstand von nur 900 MW zur Reservemarge, bei 61.591 MW Erzeugung, die im gesamten Netzgebiet außer Betrieb sind. Am engsten ist es in den Zonen BGE, PEPCO und Dominion. PJM führt dies auf erhöhte Nachfrage, viele geplante Kraftwerkswartungen in der herbstlichen Revisionszeit, zahlreiche geplante Abschaltungen im Übertragungsnetz und feste Exportverpflichtungen zurück und nennt Übertragungsgrenzen auf einer 500-kV-Leitung aus dem Norden und auf einer 345-kV-Kupplung mit MISO, das seit dem 12. Oktober einen eigenen Kapazitätshinweis ausgegeben hat. Die American Public Power Association, die am selben Tag über die Anordnung berichtete, bezeichnete sie als Schritt zur Verringerung des Blackout-Risikos im mittleren Atlantikraum.

Die Anordnung erfasst Notstromressourcen jeder Art - Hilfs-, Bereitschafts- und direkt angeschlossene Anlagen sowie Batteriespeicher -, ob mit dem Netz synchronisiert oder nicht, in Rechenzentren einschließlich Hyperscale-Standorten und bei anderen großen Industrie- und Gewerbekunden. PJM darf Übertragungsnetzbetreiber und Verteilnetzbetreiber bitten, den Kunden beim Hochfahren der Anlagen zu helfen. Ausgenommen ist Notstrom für Verteidigungs- und Sicherheitseinrichtungen, Krankenhäuser, Rettungsdienste, Flugsicherung, Notrufzentralen, Wasser- und Abwasserwerke sowie Gaspipeline-Anlagen; eine Anlage, die unter der Anordnung läuft, wird dadurch nicht zur Kapazitätsressource.

Was mit den genehmigten Betriebsstunden geschieht

PJM beantragte, die Notstromerzeugung unabhängig von Umweltgrenzwerten nach Bundes-, Landes- oder Kommunalrecht einzusetzen, und rechnet mit möglichen Überschreitungen der Genehmigungsgrenzen für Schwefeldioxid, NOx, Kohlenmonoxid, Ammoniak und Kraftstoffdurchsatz. Das DOE beschränkt den Betrieb auf die Zeiten und Parameter, die PJM für die Versorgungssicherheit festlegt, und stellt fest, dass Emissionen, Betriebsstunden und verbrannter Kraftstoff während der Geltung der Anordnung nicht auf die gleitenden Durchschnittsgrenzwerte der Genehmigungen angerechnet werden. Überwachung, Berichterstattung und Aufzeichnung gelten weiter, soweit praktikabel, PJM muss dem DOE täglich melden, welche Ressourcen gelaufen sind, und nach Ablauf der Anordnung stehen die Anlagen wieder unter ihren Genehmigungen. Die Anordnung verweist auf das Schreiben des Ministers vom 22. Januar zur Notstromerzeugung in Notlagen und auf die Anordnungen während des Wintersturms Fern.

Vier Tage aus Sicht des Betreibers

Für die Leute, die diese Aggregate betreuen, verändert eine solche Anordnung die Arbeit für ein paar Tage. Eine Netzersatzanlage läuft normalerweise zum monatlichen Probelauf und beim gelegentlichen Ausfall; auf Abruf des Netzes kann sie an einem Tag, den niemand eingeplant hat, stundenlang laufen, und die Fragen werden praktisch. Ist der Tagestank aufgefüllt, ist der Hauptkraftstoffvorrat voll, und wie schnell kann der Lieferant nachfüllen, wenn der Lauf lang wird. Wer auf dem Gelände darf die Umschaltanfrage des Versorgers annehmen, und steht das Betriebsbuch bereit, um jede Stunde und jede Gallone für den Tagesbericht festzuhalten. Ist bei Anlagen mit SCR genug Reduktionsmittel für einen langen Lauf da, denn die Erleichterung ist zeitlich begrenzt und die Aufzeichnung bleibt.

Der Lärm ist der Teil, der bei den Nachbarn ankommt. Ob eine örtliche Lärmvorschrift unter die Erleichterung fällt, ist eine Frage für den Anwalt des Standorts; ein langer Lauf am Tag wird so oder so gehört, von Leuten, die einen kurzen monatlichen Test gewohnt sind. Über Landkreisvorschriften, die die Aggregatefelder einholen, haben wir im Beitrag zu Pima County und Bloomington geschrieben. Eine Notfallanordnung aus Washington und ein Grenzwert an der Grundstücksgrenze aus dem Landkreis gelten jetzt für dieselben Maschinen.

Quellen: U.S. Department of Energy, Anordnung Nr. 202-26-50, American Public Power Association, Microgrid Media

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