Perkins nimmt den 61-Liter-Aggregatmotor 5016 in Serie

Perkins hat die Serienfertigung des 5016 aufgenommen, des 16-Zylinders, der die Baureihe 5000 für die Stromerzeugung vervollständigt, wie das Unternehmen in einer am 7. Oktober von Construction Equipment Guide veröffentlichten Mitteilung erklärt. Der 61-Liter-V16 ist mit 1.400 bis 2.500 kVA bei 50 Hz für Grundlast-, Dauer- und Notstrombetrieb ausgelegt. Die kleineren 5006, 5008 und 5012 sind bereits im Einsatz; mit dem 5016 reicht die vollelektronische Reihe nun von 23 bis 61 Litern und von 750 bis 2.500 kVA und baut auf der mechanisch geregelten Baureihe 4000 auf.

Der Motor wurde im September der Fachpresse im Werk Stafford vorgestellt. Laut Power Progress entstehen die Long Blocks in Aurangabad, Indien, und werden entweder dort, für Kunden in Süd- und Südostasien, oder in Stafford, England, komplettiert und auf dem Prüfstand heiß getestet. Der fertige Motor wiegt rund sechs Tonnen.

Zwei kleine Turbolader statt eines großen

Das meiste, was Perkins zum 5016 sagt, betrifft die Lastaufnahme. Jede Zylinderbank trägt zwei kleinere Turbolader anstelle eines großen, und die Abgaskrümmer sind so geformt, dass sie diese schnell beaufschlagen, was nach Angaben des Unternehmens das Übergangsverhalten verkürzt. Elektronisch gesteuerte Injektoren passen Zeitpunkt und Druck an Umgebungstemperatur und Höhenlage an. Perkins gibt an, dass die Motoren der Baureihe 5000 in weniger als 13 Sekunden nach dem Start die volle Leistung erreichen und für die Lastaufnahmeanforderungen nach ISO 8528-5 G3 und NFPA 110 ausgelegt sind. Dan Bentley, Vertriebsdirektor EAME, erwartet, dass der Sechzehnzylinder die Verfügbarkeitserwartungen der Kunden genauso erfüllt wie die kleineren Modelle.

Bei den Emissionen ist die 60-Hz-Version nach U.S. EPA Tier 2 für den stationären Notstrombetrieb zertifiziert; die 50-Hz-Version hat kraftstoffoptimierte Konfigurationen, die nach Angaben von Perkins auf Tier-2-äquivalentem Niveau emittieren. Das für die Baureihe entwickelte Niederdruck-Kraftstoffsystem soll schwankende Kraftstoffqualität vertragen, und der Motor läuft mit Biodieselmischungen bis B20 oder mit 100 % HVO. Die Ölwechselintervalle werden mit bis zu 750 Stunden oder zwei Jahren angegeben.

Wo die Lieferzeit wirklich sitzt

Perkins sagt offen, wen es als Käufer erwartet: Stromaggregate für mittelgroße Rechenzentren, Krankenhäuser, Flughäfen und abgelegene Baustellen. James Gardiner, Business Development Manager, nannte die Nachfrage aus Rechenzentren im September „unersättlich“ und erklärte, das Unternehmen könne die Fertigung der Baureihe 5000 hochfahren. Er machte zudem eine Bemerkung, die jeder Aggregatebauer kennt: Die Verfügbarkeit eines fertigen Stromaggregats hängt vom Generator und vom Kühlsystem ebenso ab wie vom Motor. Power Progress ergänzt den Marktbericht von Skanska USA vom Sommer 2026, wonach Aggregate ab 2 MW die Fertigungskapazitäten binden und die Preise für Stromaggregate von 100 kW bis 4,5 MW in diesem Jahr um 8 bis 10 % steigen dürften.

Wer für das kommende Jahr eine Netzersatzanlage mit 2 bis 2,5 MVA spezifiziert, hat mit dem Motor den einfacheren Teil der Bestellung vor sich. Generator, Kühler, Schalldämpfer und Schallschutzhaube oder Container haben jeweils eigene Lieferzeiten, und die längste bestimmt den Liefertermin. Fragen Sie den Aggregatebauer nach dem kritischen Pfad des gesamten Aggregats, nicht nach dem Fertigungsslot des Motors.

Quellen: Construction Equipment Guide, Power Progress

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