Die Einspruchsfrist für den Entwurf einer Emissionsgenehmigung für zwölf Diesel-Notstromaggregate eines geplanten Rechenzentrums in South Brunswick, New Jersey, endete am 7. Oktober. Das Umweltministerium von New Jersey (NJDEP) hat die Genehmigung für den Standort 4405 Route 1 entworfen; der Projektentwickler wird in der Bekanntmachung nicht genannt, berichtete W4 News am 27. September. Eine öffentliche Anhörung fand am 23. September statt.
Jeder der zwölf Motoren hat eine Leistung von 3.620 kW. Der Entwurf erlaubt jedem Motor 28 Stunden pro Jahr für Prüfung und Wartung und beziffert die möglichen jährlichen Emissionen des Standorts auf 12,65 Tonnen Stickoxide, 3,52 Tonnen Kohlenmonoxid und 0,143 Tonnen flüchtige organische Verbindungen. Für jeden Motor gilt eine Grenze von 75,28 Pfund NOx pro Stunde.
Probeläufe nach Uhr und Wettervorhersage
Aufschlussreicher ist, wie die Prüfungen eingeschränkt werden. Laut W4 News beschränkt der Entwurf Prüfläufe auf die Tagesstunden, begrenzt die Zahl der gleichzeitig laufenden Motoren und lässt eine größere Gruppe nur in einem Zeitfenster am frühen Nachmittag zu. An Tagen, für die ungesunde Luftqualität vorhergesagt ist, sind keine Prüfungen erlaubt, es sei denn, eine Bundesvorschrift verlangt sie.
Für den Betreiber wird der Prüfkalender damit zur Genehmigungsfrage. Routineläufe, jährliche Lastprüfungen und Läufe nach Wartungsarbeiten müssen in diese Zeitfenster und in 28 Stunden pro Motor passen, und eine Luftqualitätsprognose kann einen geplanten Test kurzfristig verhindern. Inbetriebnahme und Lastbankprüfung brauchen dieselbe Planung. Ein Programm, das davon ausging, das ganze Aggregatefeld für eine Standortprüfung gemeinsam laufen zu lassen, muss neu betrachtet werden.
Anwohner verweisen auf Batterien
Das Projekt stößt auf Widerspruch. In einem Leserbrief an die Princetoner Wochenzeitung Town Topics am letzten Tag der Einspruchsfrist beschrieb ein Anwohner das Vorhaben als Rechenzentrum mit 350.000 Quadratfuß auf dem früheren Gelände der Princeton Nurseries, warnte vor den gesundheitlichen Folgen von Dieselabgasen und forderte stattdessen Batteriespeicher.
Der Brief bezieht sich auf einen Beitrag der Union of Concerned Scientists vom 29. September. Dieser spricht sich für Batterien und Wasserstoff-Brennstoffzellen aus, lehnt Gasaggregate als Alternative ab und fordert eine genauere Kontrolle, wann Notstromaggregate laufen. Derselbe Beitrag hält fest, dass Motoren nach EPA Tier 4 bei bestimmten Schadstoffen über 90 % weniger ausstoßen als Tier-2-Motoren.
Die endgültige Entscheidung liegt beim NJDEP. Der Entwurf zeigt bereits, mit welchen Auflagen eine Netzersatzanlage in der Nähe von Wohngebieten rechnen muss: begrenzte Stunden, feste Prüfzeitfenster und ein Nachweis für jeden Lauf. Ein Aggregatefeld, das von der ersten Aufstellungsplanung an darauf ausgelegt ist, sorgt im Genehmigungsverfahren für weniger Überraschungen.
Quellen: W4 News, Town Topics, Union of Concerned Scientists